Freunde der Staßfurter
Rundfunk- und Fernsehtechnik e.V.

Bereits zum Beginn des regelmäßigen Rundfunks in Deutschland am 29. Oktober 1923 wurden in einer Dachbodenwerkstatt, der "Radioabteilung" der Staßfurter Licht- und Kraft Werke, einfache Rundfunkempfänger hergestellt. In den Folgejahren wurde die Rundfunkempfangstechnik stetig weiterentwickelt.
Für die Staßfurter war das Angebot zum Bau eines Superheterodyn-Empfängers von dem Entwickler Georg Nissen im Jahr 1927 eine große Chance. Mit diesem batteriebetriebenen Gerät Mikrohet von 1927 und dem 1929 folgenden netzbetriebenen Gerät "Mikrohet W" hat das Unternehmen den Grundstein für die erfolgreichen "Imperial" Modelle der Folgejahre gelegt. Die Vorzüge des Staßfurter Mikrohet bestanden in leichter Bedienbarkeit, hoher Trennschärfe und Empfindlichkeit bei gleichzeitiger Verringerung von Störsignalen.
Imperial Staßfurt war die einzige deutsche Firma, die in ununterbrochener Folge zwischen 1927 und 1932 sowie darüber hinaus Superhetempfänger baute und so über die größten Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügte. Dieser Vorsprung wurde von den wesentlich größeren Konkurrenten erst in der Saison 1935/36 eingeholt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion von Rundfunkempfängern und Musikschränken in Staßfurt wiederaufgenommen. Ein Spitzengerät aus dieser Zeit ist der Musikschrank "Tannhäuser".
Unter dem neuem Firmennamen "VEB Stern-Radio Staßfurt" wurde ab 1957 der Schwarzweiß-
Fernsehempfänger "Iris 12" produziert. Weitere Fernsehgeräte von damaligem technischen Höchststand folgten.
Mit dem ab 1969 produzierten volltransistorisierten Farbfernsehgerät "Color 20" wurde Fernsehgeschichte geschrieben. Dieses, vom "Zentrallabor für Rundfunk- und Fernsehempfangstechnik" in Dresden entwickelte und in Staßfurt zur Serienreife geführte Gerät, war das erste dieser Art in Europa. Ihm folgten viele innovative Eigenentwicklungen aus dem "VEB Fernsehgerätewerke Staßfurt". Den Abschluss dieses langen Weges bilden Anfang der 90er Jahre die Fernsehgeräte mit den außergewöhnlichen Gehäusen aus der Hand des Industriedesigners Luigi Colani. Durch ihre zeitlose Eleganz haben sie sich einen besonderen Platz in der Geschichte deutscher Fernsehgeräte gesichert.

Nach dem Scheitern mehrerer Privatisierungversuche in den neunziger Jahren, werden heute an diesem traditionsreichen Standort von der Firma "TechniSat" moderne Flachbild-Fernseher hergestellt.

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