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Neues aus dem Vereinsleben

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Staßfurter Gymnasiasten unternehmen eine Zeitreise durch die Nachrichtentechnik

03.12.2015

In der ersten Dezemberwoche führten wir, die Jahrgangsstufe 6 des Dr.‑Frank-Gymnasiums, im Rahmen des Physikunterrichtes eine Zeitreise durch die Geschichte der Nachrichtenübertragung durch. Dabei nutzten wir den Vorteil, am Traditionsstandort Staßfurt ganz nah an der Entwicklung der dafür benötigten Technik zu sein.

Insgesamt mehr als 100 Schüler begaben sich an 4 Tagen auf den Weg zum Museum der Freunde der Staßfurter Rundfunk- und Fernsehtechnik in Staßfurt Nord. Dort wurden wir von Herrn Korsch und Herrn Meier bereits freundlich empfangen. Es folgte eine Physikstunde der etwas anderen Art. Neben der Tatsache, dass viele unserer Großeltern und Verwandten im damaligen Fernsehwerk arbeiteten, erfuhren wir, dass es ohne die Ideen von Staßfurtern heute nicht so einfach wäre, Radiosender störungsfrei zu empfangen, Farbfernsehen zu sehen und Informationen mit digitalen Signalen durch die Luft zu senden. Herr Korsch, ehemaliger Betriebsleiter des Fernsehwerkes, erzählte uns von der Entdeckung der drahtlosen Nachrichtenübertragung, zeigte uns den ersten Schwarz-Weiß- und Farbfernseher und demonstrierte uns Radios und Schallplattenspieler, wie sie unsere Großeltern benutzten. Wir waren sehr erstaunt darüber, dass es „Handys" vor 30 Jahren noch gar nicht gab und die ersten Geräte so groß wie drei unserer Frühstücksdosen waren. Und auch die Herstellung der Farben beim Fernseher hat uns überrascht. Für uns ist es selbstverständlich, dass es Rot, Grün und Blau gibt und damit andere Farben gemischt werden können. Dass beim Mischen von Licht aber Weiß entsteht, wussten wir nicht.

Anschließend erzählte uns Herr Meier, dass er selbst mehr als 40 Jahre im Staßfurter Fernsehwerk gearbeitet hat und dabei täglich in den Fernseher geguckt hat, meistens aber von hinten, um ihn zu reparieren. Er erklärte uns, wie mit den Ziffern 1 und 0 Informationen zwischen 2 Orten ausgetauscht werden können und dass sein Großvater im Ersten Weltkrieg wichtige Meldungen noch mit dem Pferd übermittelt hat. Mehr als erstaunt waren wir beim Anblick eines Speichers, der 40 000 Zeichen verarbeiten konnte. Den hätte wohl nicht jeder von uns längere Zeit tragen können. Heute benutzen wir Speicher, die 1 Billion Zeichen verarbeiten und die wir in die Hosentasche stecken.

Insgesamt war es eine sehr informative und unterhaltsame Zeitreise, wofür wir uns bei Herrn Korsch und Herrn Meier nochmals ganz herzlich bedanken wollen.